Jerry-FB20 vs. Jerry-FB: Was hat sich geändert? Teil 1 – Design, Hardware & äußere Details
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Was wir behandeln werden
1. Verpackung
2. Zubehör
3. Gewicht, Größe & allgemeiner Formfaktor
4. Gehäuse, Farbe & Konstruktionsdetails
5. Bedienelemente & Tastenanordnung
6. Stromkabel, Anschlüsse & Befestigungsschnittstelle
7. Optik: Objektive, Okulare & thermischer Fokus

Eine kurze Anmerkung, bevor wir ins Detail gehen: In den Vergleichsfotos dieses Artikels ist das Jerry-FB das schwarze Gerät, während das Jerry-FB20 das hellbraune ist. Sofern nicht anders vermerkt, können Sie die beiden anhand der Farbe unterscheiden.
Ein gutes Wärmebildfusionsgerät zeichnet sich dadurch aus, dass drei Dinge stimmen: Nachtsichtleistung, Wärmebildgebung und die Software, die beides zusammenführt. Als InfiRays erste Generation eines binokularen Wärmebildfusionsgeräts kombinierte das Jerry-FB einen 12 μm 640 × 512 Wärmedetektor mit einem hochintegrierten Design, während das Gewicht für die Brille allein bei etwa 575 g blieb. Seit seiner Einführung hat es sich bei den Anwendern auf dem Verbrauchermarkt einen soliden Ruf erworben. Vier Jahre nachdem das Jerry-FB 2022 vorgestellt wurde, brachte InfiRay Mitte 2026 sein Wärmebildfusionsgerät der nächsten Generation, das Jerry-FB 20, auf den Markt. Als verbessertes Modell bietet das FB20 Verbesserungen auf ganzer Linie, einschließlich Hardware, Bildverarbeitungsalgorithmen, Bedienelementen und dem gesamten Benutzererlebnis.
In diesem Artikel werden wir die physikalischen Unterschiede zwischen dem FB20 und dem originalen FB detailliert betrachten, von der Verpackung und dem Gesamtdesign bis hin zu den Bedienelementen, Anschlüssen und der Optik.
Beginnend mit der Verpackung wird das Jerry-FB20 nun in einem schwarzen Hartplastik-Schutzgehäuse geliefert, das die starre Pappschachtel des FB ersetzt. Dies macht das FB20 sicherer und bequemer für Lagerung und Transport auf Reisen.

Sowohl das FB20 als auch das FB werden mit einem Beutel für den täglichen Transport geliefert. Am Beutel selbst gibt es keine Änderungen. Wenn Sie InfiRay-Binokulare wie das Jerry-31 oder Jerry-31S verwendet haben, wird Ihnen dieser wahrscheinlich sehr vertraut sein. Es handelt sich um einen dicken, stabilen und praktischen Schutzbeutel aus Nylon.

Das Zubehörpaket ändert sich jedoch in einigen anderen Punkten. Das FB20 wird nicht mehr mit der Bluetooth-Fernbedienung geliefert, die dem FB beilag, enthält aber ein zusätzliches Werkzeugset für grundlegende Einstellungen und routinemäßige Wartung. Diese Änderung ist aus mehreren Gründen sinnvoll. Bluetooth kann das Risiko erhöhen, die Anwesenheit des Bedieners zu verraten, und das FB20 hat auch seine Benutzeroberfläche und die gesamten Bedienelemente verbessert, wodurch das Gerät direkter zu bedienen ist. In der Praxis fühlt sich das Fehlen einer Bluetooth-Fernbedienung daher nicht wie ein großer Verlust an.

Das Gewicht ist ein weiterer Bereich, in dem das FB20 abgespeckt wurde. Es wiegt 540,5 g, etwa 26 g weniger als das FB mit 566,6 g. Beide Angaben umfassen die Bildverstärkerröhren, schließen aber Zubehör wie Objektivdeckel und Okulare aus.

Der Größenunterschied ist auf dem Papier ziemlich gering. Das FB misst 107 × 115 × 85 mm, während das FB20 105 × 110 × 87 mm misst. Sobald Sie jedoch beide Geräte in der Hand halten, ist der Unterschied leichter zu erkennen. Mit schlankeren optischen Gehäusen und einer kürzeren Brücke fühlt sich das FB20 kompakter an, und das Gesamtdesign wirkt stromlinienförmiger und weniger klobig.

Die optischen Änderungen setzen sich beim Gehäuse fort. Das FB20 verwendet das gleiche hellbraune Gehäuse wie das Jerry-C Pro, was ihm ein deutlich anderes Aussehen als das FB verleiht. Schwarze und graue Versionen werden voraussichtlich später folgen.


Betrachtet man die kleineren Hardware-Details, so verwendet das J-FB hauptsächlich Kreuzschlitzschrauben, während das J-FB20 hauptsächlich Torx-Schrauben verwendet. Torx-Schrauben sind in der Regel etwas teurer, bieten aber auch einen sichereren Sitz und sind weniger anfällig für Verrutschen oder Ausleiern, was die Montage und die langfristige Haltbarkeit verbessert.

Kommen wir zu den Bedienelementen, hier zeigen sich einige der auffälligsten Änderungen zwischen dem FB und dem FB20.
Beim FB sind die Hauptfunktionstasten auf die beiden Seiten der Brücke verteilt. Links vom zentralen Bedienknopf befindet sich die Wärmefunktionstaste, die hauptsächlich zum Ein- und Ausschalten des Wärmebildsystems und zum Umschalten zwischen Wärmebildmodi verwendet wird. Rechts befindet sich die Intensifier-Funktionstaste, die die Bildverstärkerröhren steuert, das Wärmebild aktualisiert und Funktionen im Zusammenhang mit dem IR-Illuminator handhabt.
Dies gibt dem FB ein klares "Links-rechts"-Bedienlayout, aber es kann auch etwas Zeit dauern, sich daran zu gewöhnen, besonders wenn man sich merken muss, welcher Knopf welche Funktion steuert.
Das FB20 behält die gleiche grundlegende Dreitasten-Anordnung bei, überarbeitet aber das Layout und die Steuerungslogik vollständig. Anstatt die Funktionstasten auf beiden Seiten der Brücke zu verteilen, sind die Hauptbedienelemente auf der vorderen linken Seite gruppiert. Das Ergebnis ist ein einfacheres, intuitiveres Layout, das sich im tatsächlichen Gebrauch leichter bedienen lässt.

Die neu gestalteten Bedienelemente gehen mit einem dedizierten IR-Beleuchtungsschalter und einem separaten Steuerknopf (M) noch einen Schritt weiter. Der IR-Knopf unterstützt sowohl die momentane Aktivierung als auch den dauerhaften Betrieb, was die Verwendung des Beleuchters für die IR-Signalisierung erheblich erleichtert. Beim FB hingegen erfordert das Einschalten des IR-Beleuchters drei Drücke der rechten Funktionstaste, was für diese Art der Nutzung viel weniger praktisch ist.

Diese Neugestaltung erstreckt sich auch auf die Vorderseite des Geräts. Beim FB befinden sich der IR-Illuminator und der Umgebungslichtsensor auf gegenüberliegenden Seiten des Hauptbedienknopfs. Beim FB20 sind beide auf der rechten Seite des Knopfs gruppiert, was der Vorderseite des Geräts ein einfacheres, organisierteres Layout verleiht.


Abseits der Bedienelemente gibt es ein weiteres kleines, aber praktisches Update: das Stromkabel. Das Kabel des FB20 ist länger als das des FB, und der Stecker lässt sich auch leichter abziehen.

Die Verbindung selbst ist auch etwas anders. Beim J-FB ist das Stromkabel nicht richtungsgebunden, sodass beide Enden an das NVG oder die Batterie angeschlossen werden können. Das FB20 verfolgt einen anderen Ansatz: Ein Ende ist mit „NVG“ und das andere mit „Battery“ gekennzeichnet, und jedes Ende passt nur in seinen entsprechenden Anschluss. Das liegt daran, dass das FB20, FB und Jerry-31 zwar alle 7-polige Steckverbinder verwenden, das Steckverbinderdesign des FB20 jedoch leicht von dem des FB abweicht.





Für die Montage gibt es hier keine größeren Änderungen. Das FB20 verwendet die gleiche Wilcox-kompatible Schwalbenschwanzschnittstelle wie das FB.



Die Optik zeigt etwas deutlichere Unterschiede. Sowohl die Nachtsichtobjektive als auch die Wärmebildlinse des FB20 sind größer als die des FB, und die Beschichtungen der Nachtsichtobjektive weisen auch einen deutlicheren Blaustich auf (welchen Unterschied diese optischen Änderungen bei der tatsächlichen Betrachtung machen, werden wir in Teil 2 untersuchen). Bei der eigentlichen Nachtsichtbetrachtung zeigt das FB20 auch weniger Verzerrungen und reduzierte chromatische Aberration.

Die Okulare bleiben jedoch weitgehend unverändert. Sowohl das FB als auch das FB20 bieten einen Augenabstand von 25 mm, wodurch das Design mit großem Augenabstand, das viele Benutzer bereits schätzen, beibehalten wird.

Auf der thermischen Seite fügt das FB20 einen manuellen Fokus hinzu, eine Funktion, die beim FB nicht verfügbar war. Dies ermöglicht es Ihnen, das Wärmebild für Ziele in unterschiedlichen Entfernungen fein abzustimmen, wodurch ein schärferes, klareres Bild erzielt werden kann.
Ein weiteres interessantes Detail im Design des Wärmemoduls des FB20 ist die Art und Weise, wie das Modul gebaut ist: Es scheint, dass die Wärmebildgebungseinheit in Zukunft potenziell als austauschbares Modul konzipiert werden könnte.



Möchten Sie sehen, wie sich diese optischen Änderungen tatsächlich in Bildqualität und realer Sichtleistung niederschlagen? Bleiben Sie dran – Teil 2 folgt in Kürze. Wir werden die Unterschiede in Bildqualität, Wärmebildfusion, Bedienelementen und dem gesamten Benutzererlebnis genauer untersuchen.
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